Nachhaltig & Erfolgreich Lernen

Lernberatung von André Mössner  Dipl. Math. ETH , Kantonsschule Zug (Gymnasium), Schweiz
  

Zeit zum Lernen – Konzentration

Konzentriertes Arbeiten lohnt sich
Wer unkonzentriert ist, macht Fehler und braucht mehr Zeit.
Bist du konzentriert, so kommst du richtig in Schwung. Die Arbeit macht viel mehr Freude. Das motiviert. Das führt zum Erfolg.

Wie erreichst du bessere Konzentration?
Zwinge dich im Unterricht zum Notieren, was du Neues erfährst.
Mach dir jedes Mal, wenn du unkonzentriert oder in Gedanken abgeschweift bist einen Strich auf einer Liste. So hast du am Schluss eine Bilanz, wie (un-) konzentriert du dem Unterrichtsgeschehen gefolgt bist oder selbst gearbeitet hast. Das Wissen, diese Liste zu haben, hilft dir, aufmerksam bei der Sache zu bleiben.
Beobachte deine Konzentration bewusst und lerne daraus.
Gegenseitige Kontrolle: Triff mit deinem Tischnachbarn eine Vereinbarung, dass ihr euch gegenseitig darauf aufmerksam macht, wenn einer von beiden abschweift.
Zu Hause kann ein Wechsel des Lernfachs die Konzentration wieder erhöhen.
Beseitige alle Sachen vom Arbeitsplatz, welche dich ablenken könnten. Organisiere dich gut.
Störungen haben Vorrang: So lange irgend eine Störung vorhanden ist, bleibt es sehr schwierig, sich zu Konzentrieren. Beseitige alle Störungen möglichst schnell. (Unter "Störungen" fallen zum Beispiel: Streit, Durst, Drang fürs WC, extrem dringliche Pendenzen, …)
Sorge dafür, dass es dir gut geht. Wenn du zufrieden und fröhlich bist, kannst du dich besser konzentrieren.

Trenne Arbeitszeit von Freitzeit
Fertige dir einen zeitlichen Arbeitsplan auf. Notiere, von wann bis wann du arbeiten wirst und von wann bis wann Freizeit vorgesehen ist.
Befindest du dich in der Freitzeitphase, so kannst du diese ohne schlechtes Gewissen geniessen, weil du genau weisst, dass du danach arbeiten wirst.
Während der Arbeitszeit kannst du dich besser konzentrieren, weil du genau weisst, dass danach wieder Zeit für Erholung und Entspannung vorgesehen ist.
Notiere eventuell Freizeit-Sachen, die dir während der Arbeit in den Sinn kommen. So ist dein Kopf davon entlastet und du vergisst nichts.
Bei bewusster Trennung hast du sowohl von der Arbeitszeit als auch von der Freizeit mehr.

Nutze die Zeit aus
Konzentriere dich in der Schule voll auf den Unterricht. Alles, was du bereits während des Unterrichts erledigen kannst, verlängert zu Hause deine Freizeit.
Vielleicht hast du in der Schule unterrichtsfreie Zwischenzeiten. Nutze diese fürs Erledigen der Hausaufgaben und anderer Verpflichtungen. Lerne zusammen mit deinen Kollegen, das macht mehr Spass. Alles, was du schon in der Schule erledigt hast, verschafft dir zu Hause mehr Freizeit.
Reserviere dir trotzdem auch Zeitfenster, in welchen du trödeln darfst und dich verpflichtungsfrei erholen kannst!

Führe Buch über deine Arbeitszeit
Notiere dir die Uhrzeit, wann du zu arbeiten beginnst. Notiere auch die Zeit, wenn du aufhörst. So weisst du genau, wie lange du gearbeitet hast.
Falls du gestört wirst oder die Arbeit kurz unterbrichst, buche dies von der Arbeitszeit ab.
Die Zeit-Buchhaltung verhilft dir zu konzentrierterem und bewussterem Arbeiten. Der kleine Aufwand lohnt sich.

Setze dir zeitliche Ziele
Nimm dir vor, mit der aktuellen Arbeit (zum Besipiel) in einer halben Stunde oder bis spätestens um 17 Uhr fertig zu sein.
Das Überraschende ist: Mit einem solchen Vorsatz wirst du deutlich schneller fertig sein, als wenn du dir bloss vergenommen hättest, so lange zu arbeiten, bis du fertig bist.
Oft wirst du es zwar in der vorgenommenen Zeit nicht ganz schaffen. Das ist egal. Du wirst trotzdem speditiver arbeiten als ohne Zeitlimite.

Mache zwischendurch eine Pause
Baue die Pausen bewusst in deinem zeitlichen Arbeitsplan ein. Ohne Pause ist konzentriertes Arbeiten schwierig.
Wenn du merkst, dass deine Konzentration nachlässt, ist es manchmal gescheiter, eine (ungeplante) Pause einzulegen. Danach hast du wieder mehr Energie.
Lüfte dein Arbeitszimmer regelmässig!

Achte auf deine Tagesform
Es gibt Tageszeiten, zu denen du sehr leistungsfähig bist. Zu anderen Zeiten bist du etwas müde; dann geht die Arbeit nur schleppend.
Finde heraus, zu welchen Tageszeiten du besonders leistungsfähig bist. Nutze diese zum Arbeiten.
Wähle die "schlechteren" Tageszeiten für weniger wichtige Dinge wie Mails beantworten, telefonieren, Hund ausführen, …
(Ausführlicheres dazu findest du in Steiner, Energiekompetenz)

 

  


Letzte Änderung: 16.11.2011